Goju Ryu Karate mit Jennifer

Jennifer Liut

3. Dan Goju Ryu Karate

Jennifer, seit wann machst Du Karate und welche Graduierung hast Du? Außerdem hast Du Erfahrungen in Wing Chun und Yoga, wie kam es dazu?

Das Karate begleitet mich jetzt schon seit 15 Jahren und mittlerweile habe ich den 3. Dan inne. Zum Wing Chun kam ich während meiner Studienzeit in Gießen, da ich nach einer Möglichkeit gesucht habe, meine Kenntnisse auf dem Gebiet des Nahkampfes und der Selbstverteidigung zu vertiefen. Hierbei bin ich auf die Wing Chun Schule von Christoph Hauch gestoßen und habe dort für knapp eineinhalb Jahre intensiv trainiert. Nach dem eine sehr gute Freundin von mir, die gleichzeitig auch Yogalehrerin ist, mir das Yoga nähergebracht hat, ergänzt es seit letztem Jahr mein Training. Das Yoga habe ich zum Großteil in den Patrick Broome Studios in München praktiziert.

Was ist Goju Ryu Karate und welche Rolle spielt Yoga bei deinem Training?

Das Goju Ryu ist eine von vielen Stilrichtungen im Karate, die von Chojun Miyagi maßgeblich geprägt wurde. Der Begriff stellt die Vereinigung des „Go (=hart, äußerlich) und „Ju“ (=weich, innerlich) bzw. der physischen Kraft mit der inneren Energie dar. Meiner Ansicht nach ergänzen die Übungen aus dem Yoga das Goju Ryu System auf eine ganz besondere Art und Weise, da es auch im Yoga verschiedene Atemtechniken gibt und es u.a. um das Gleichgewicht von physischer und innerer Kraft geht. Demnach möchte ich mit dem Yoga erreichen, dass jeder, durch das Training Stärke, Flexibilität und eine verbesserte Körperhaltung erlangt.

Was charakterisiert Dich und Deinen Unterricht?

Die vielen Eindrücke diverser Kampfkünste sowie verschiedene Erfahrungen, die ich mit anderen Menschen im Training machen durfte, fließen sehr stark in meinen Unterricht mit ein. Zudem haben mich meine Lehrer und Lehrerinnen, sowohl im Karate als auch im Wing Chun und Yoga, sehr stark geprägt. Demnach zeichnet Diversität meinen Unterricht aus. Ich denke aus allem einen guten Mittelweg gefunden zu haben.

Wie bist Du zum Karate gekommen und was reizt dich am Yoga?

Vielleicht kennen viele diese Situation, dass ein(e) Freund(in) nicht allein zu einem Probetraining gehen möchte und man dann eben aus Solidarität mitgeht. Tatsächlich hatte ich mich als Kind aber schon immer für asiatische Kampfkünste interessiert, sodass mir dieser Schritt nicht sonderlich schwerfiel. Dann haben mich das Training und der „Spirit“ der Gruppe so gefesselt und begeistert, dass ich bis heute das Karate in meinem Verband praktiziere. Am Yoga reizen mich sehr viele Aspekte, doch vor allem, dass es einen von mentalen und physischen Zwängen befreit und man – wie im Karate auch – seinen eigenen, individuellen Weg geht.

Karate - Emtstehungsgeschichte

Was erwartet mich in einer Stunde mit dir?

Angefangen mit einer traditionellen und achtsamen Meditation geht es weiter mit einem intensiven Warm-up, dass Großteils von Yogaübungen geprägt ist. Wenn jeder sich aufgewärmt fühlt, geht es weiter mit der Karate Praxis. Diese wird, je nach Thema der Stunde, immer etwas anders aussehen. Ziel ist es jedoch, aus den Techniken der Grundschule (Kihon-Ido), welche Block-, Schlag- und Tritttechniken im Stand sowie in der Bewegung beinhalten, in Kombination mit Übungsformen (Kata) sich immer freier zu bewegen, um gelerntes im Freikampf (Kumite) und in der Selbstverteidigung umsetzen zu können. Letzteres ist vor allem von diversen Wing Chun Techniken bestimmt. Beendet wird das Training durch ein wiederaufbauendes Cool-down in Kombination mit einer „yogatypischen“ Entspannungsphase sowie eine abschließende Mediation und dem formalen Ausgrüßen.

Gibt es etwas, was Du Deinen Schülern mit auf den Weg geben möchtest?

Seid immer offen und neugierig für alles, was euch auf eurem (Lebens-)Weg begegnet.

Jennifer kann direkt angesprochen werden: Email: artscorpion792@gmail.com

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